Was ist Qigong?

Jeder kann Qigong lernen.
Jeder kann durch Qigong Verschiedenes lernen.

Qigong ist ein Weg von vielen.
Manche lernen auf anderen Wegen, die nicht Qigong sind, besser.

Qigong ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), der allgemeinen Gesundheitspflege und der Kampfkunst - neben Akupunktur, Moxibustion (Moxa–Behandlung), Tuina (Massage), Ernährungslehre (Diät) und Kräuterheilkunde. Qigong bedeutet Arbeit, übung mit dem Qi. Qi ist die universelle, feinstoffliche „Lebensenergie", die alle körperlichen, seelischen und geistigen Prozesse reguliert. Qi Gong bildet ein komplexes System von übungen, die der Kontrolle des Qi dienen und dazu verhelfen, die Lebenskraft zu stärken und somit der Gesunderhaltung dienen.

Unterschieden werden:
Stilles Qigong (Nei Gong), das in körperlicher Ruhe stehend, sitzend und liegend praktiziert wird.
Qi Gong in Bewegung (Dong Gong)
Dong Gong wird weiterhin in hartes Qigong und weiches Qigong unterteilt.
Inhalte von Qigong-übungen sind Körperwahrnehmung, Haltungsstabilität, Kräftigung, Abhärtung, Erdung, Atemregulation, Entspannung, Gelassenheit und Meditation.

Qigong kann ein Weg sein, sein Leben bewusst und fürsorglich zu gestalten.
Qigong kann helfen, die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu erfahren.
„Wenn wir wissen wollen, was wir wollen, dann müssen wir das Plappern einstellen und so still werden, dass wir uns selbst zuhören können." (K.Asten)

Qigong ist ein Übungssystem. Jede konsequente Übungspraxis hat zwangsläufig Veränderungen zur Folge.
Alles kann durch Üben verändert werden.
Wenn wir etwas verändern wollen, brauchen wir Zeit.
Schließlich sind wir auch nicht an einem Tag diejenigen geworden, die wir sind.

Qigong ist eine Methode, die wir an uns selbst anwenden.
Wir können von dem Wissen erfahrener Lehrer und Lehrerinnen profitieren,
aber wir müssen es selbst tun.
Das erfordert Disziplin und Beharrlichkeit.
Es verleiht uns zugleich eine großere Unabhängigkeit von Menschen, Orten und anderen Bedingungen.

Für Qigong benötigen wir keine speziellen Räume, Gerätschaften und Kleidungsstücke.
Qigong ist in jedem gesundheitlichen Zustand und in jedem Alter möglich. Wir können Qigong jederzeit und an jedem Ort praktizieren – ob in der U-Bahn, vor einem Bankschalter, in der Kassenschlange des Supermarktes, in einer langweiligen Dienstbesprechung, beim Spaziergang.

Vor allem aber: Qigong muss man erfahren, um es zu verstehen.

Qigong-Lehrer Bernd Haas aus Berlin, Unterricht, Qigong, Yuan Ming Gong, 5 Elemente, Fan Huang Gong, Berlin, Qigong im Alltag, Mingmen, Laogong, Yonquan. "Eine Haltung einnehmen",
"aufrecht sein",
"Stellung beziehen",
"zusammbrechen",
"sich hängen lassen",
"wieder hochkommen",
"die Angst im Nacken haben",
"sich die Dinge zu Herzen nehmen",
"sich etwas nahegehen lassen",
"Kopf hoch! "
"die Nase hoch tragen",
"es geht mir an die Nieren",
"Sitzfleisch haben, "-

Nun, die geistig-seelisch-körperliche Einheit ist wahrhaftig keine ostasiatische Erfindung.
Diese Sprachbilder sind keine Allegorien unserer geistig-seelischen Wirklichkeit.
Der Schmerz, den die im Nacken sitzende Angst auslöst, ist ein Teil der Angst.
Wenn wir eine Haltung einnehmen wollen, dann müssen wir dies im wörtlichsten Sinne tun.
Die körperlichen Erscheinungen, die unser Erleben begleiten, sind somit keine Symptome, sie sind die Sache selbst.

Und deshalb können wir unsere geistige, seelische und körperliche Befindlichkeit durch beharrliches und maßvolles Üben beeinflussen.
D.h., wir können selbst etwas tun.
Es wird sich etwas verändern, wenn wir nur bereit sind und das, was wir tun, mit Aufmerksamkeit tun.

Qigong ist kein Allheilmittel.
Aber Qigong kann jedem helfen,
wenn er maßvoll, bedacht und unverbissen übt.

Wir sehen also:
Es gibt einen pragmatischen Zugang zum Qigong - ohne Esoterik, Mystik, Gläbigkeit.

Übe jeden Tag 5 Minuten bewußt zu stehen, und es wird sich etwas in Deinem Leben verändern: Du wirst zwangsläfig ein standfesterer, aufrechterer, stabilerer Mensch werden.


2.

Qigong hat eine Beziehung zur chinesischen Medizin.
Die chinesische Medizin beschäftigt sich u.a. mit dem Qi (so etwas wie universelle Lebensenergie), seiner Sammlung, Verteilung und seinem Fluß.
Ein Mensch gilt als gesund, wenn er genügend Qi hat und dieses in seinen Organsystemen ausreichend und beweglich vorhanden ist.
Störungen des Qi-Flusses können mit Krätern, über Berührung (Akupressur, Shiatsu), Akupunktur und Qigong behandelt werden.
Qigong wird zum Beispiel mit gutem Erfolg in der Krebstherapie praktiziert (Guolin-Qigong).
Eine gezielter therapeutischer Einsatz des Qigong setzt jedoch eine entsprechende Ausbildung voraus. Wenn Qigong für uns nicht nur eine angenehme Auszeit bleiben soll, sondern seine Wirkung in unserem gesamten Alltag entfalten soll, müssen wir auch daran arbeiten.
Der erste Schritt ist, daß wir regelmäßig, am besten täglich üben.
Der zweite Schritt ist, daß wir kleine Übungen in den Tagesverlauf  einflechten. Dies ist nicht zeitaufwendig. Es bieten sich im Laufe eines Tages viele Situationen an, um Qigong zu üben:
Wenn wir in der U-Bahn nur einen Stehplatz gefunden haben oder in einer Warteschlange stehen, können wir, ohne weiter aufzufallen, den Qigong-Stand einnehmen, unsere Haltung und den Muskeltonus überprüfen und mit Hilfe der Vorstellungskraft das Qi sammeln und lenken. Wenn das nicht direkt gelingt, ist es nicht weiter schlimm. Es ist schon großer Gewinn, wenn wir in einer Zeit, die wir ansonsten unruhig oder mit großer Ungeduld verbringen, unsere Aufmerksamkeit unserem Körper und Geist zuwenden.
Dies ist in jeder Körperhaltung möglich.
Auch ist sinnvoll, alle Dinge, die wir tun, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu tun, d.h. bei der Durchführung einer Tätigkeit in Gedanken nicht bereits bei der nächsten oder noch bei einer vorherigen zu sein. Dies hilft uns, die aktuelle Situation nach unseren Möglichkeiten optimal zu gestalten und nicht in der Erwartung des Kommenden oder der Erinnerung an Vergangenes verhaftet zu sein. Denn was wir in solchen "besseren Zeiten" erwarten, ist vor allem eine bestimmte Er-Lebensqualität. Ganz gleich, wie widrig unsere aktuellen Bedingungen sind, selbst wenn wir diese unbedingt verändern sollten, immer ist es wichtig, mit seiner Aufmerksamkeit ganz in der Gegenwart zu sein.


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